Das Maskottchen der Feuerwehrleute

Der Dalmatiner ist seit Jahrzehnten das Maskottchen der Feuerwehrleute vor allem im englischsprachigen Raum. Aber es gab Zeiten, in denen die lustig aussehendedalmatiner-hund-welpe-schwarz-weissn Hunde nicht nur zur Erheiterung beitrugen, sondern auf den Feuerwachen tatsächlich im Dienst waren.
Wie vielen vielleicht nicht mehr so präsent waren die erste Feuerwehrwagen noch von Pferdekutschen (oder Menschen) gezogen worden. Wenn diese Karren zum Einsatz rasten, beobachtete man oft Dalmatiner, die neben ihnen rannten und bisweilen den Weg frei machten durch Vorpreschen, Gebelle oder indem sie andere Hunde vertrieben. Diese attackierten nämlich allzu oft die Pferde. Dalmatiner liefen gerne in Paaren neben dem Gespann her, einer auf jeder Seite. Aristokraten des 16. Jahrhunderts bemerkten dies und nutzen es als Zeichen von Wohlstand – je mehr Dalmatiner man neben einer Kutsche hatte desto wohlhabender war man. Feuerwehrleute nutzen diese Gewohnheit, dass sich Dalmatiner nicht vor den Kutschen fürchteten und ließen sie bei einem Alarm zuerst aus der Wache rennen. Sie bellten quasi den Weg frei für die Feuerwehrfahrzeuge. Aber damit war ihre Arbeit nicht beendet. Am Einsatzort angekommen, lenkten sie die Pferde ab, die meisten Angst vor dem Feuer hatten und beruhigten sie so. Außerdem dienten sie als Wachhunde, die die Kutsche bewachten – es war nämlich vorgekommen, dass man die Kutsche gestohlen hatte, während die Besatzung damit beschäftigt war, das Feuer zu löschen.

Heute ist es etwas schwieriger geworden, einen Feuerwehrwagen zu stehlen und es gibt keine Pferde mehr, die beruhigt werden müssen. Dennoch werden in vielen Feuerwachen noch Dalmatiner gehalten. Sie dienen zum einen der Unterhaltung, zum andern helfen sie auch den Feuerwehrleuten, sich abzulenken und den Stresslevel zu senken. Natürlich bewachen sie auch die Wache. Und immer wieder sieht man die Hunde sogar in einem Feuerwagen auf dem Weg zum Einsatzort. In New York hat die Ladder 20 einen Dalmatiner, der bei der Einsatzfahrt immer seinen Kopf aus dem Fenster herausstreckt.

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